Englisch 8. Klasse: digitale Stecknadeln auf Onlinekarte setzen

Im Englischunterricht der 8. Klassen stehen traditionell die Vereinigten Staaten von Amerika im Mittelpunkt. Um sich einen Überblick über das Land zu verschaffen, hat die Klasse 8A des Marie-Curie-Gymnasiums in Bönen eine digitale Pinnwand erstellt (Kontextualisierung: You’re planning a trip …) Hierzu hat sich jeder Schüler bzw. jede Schülerin einen U.S.-amerikanischen Staat ausgesucht und über ihn recherchiert.

Startpunkt war neben dem eingeführten Lehrwerk für alle die Webseite „Visit The U.S.A.“ sowie das dazugehörige Magazin, das das U.S.-amerikanische Generalkonsulat in Düsseldorf dem MCG zur Verfügung stellte. Weiter ging die Onlinesuche mit schuleigenen iPads, falls man selbst kein eigenes Gerät besitzt.

Ihre Ergebnisse sammelten die Schülerinnen und Schüler zunächst auf der Lernplattform der Schule und später auf einer digitalen Landkarte. Wir haben Taskcards und Padlet ausprobiert. Die Schülerinnen und Schüler fanden Padlet deutlich bedienungsfreundlicher, aber Taskcards entspricht den deutschen Datenschutzvorgaben.

Jeder setzte in „seinem“ Staat insgesamt zehn digitale Stecknadeln. Zu den Orten, die sie markierten, verfassten die Mittelstüfler fünf schriftliche Texte und fünf Audionachrichten. Sie stellen darin ihre herausgesuchten Plätze kurz vor und erklären, warum man sie besuchen sollte – natürlich auf Englisch. Wichtig war mir, dass nicht nur Fakten aufgezählt werden, sondern dass die Schülerinnen und Schüler darlegen, warum dieser Ort gerade für sie vom großen Interesse ist (z.B. Fan eines bestimmten Vereins oder Drehort einer bestimmten Serie etc.).

Beim Verfassen der fünf schriftlichen Texte haben einige Schülerinnen und Schüler deepl.com oder ChatGPT erprobt. Allerdings durften die Schülerinnen und Schüler die digital produzierten Texte nicht 1:1 übernehmen. Die verwendeten Vokabeln mussten an den Wortschatz der 8. Klasse angepasst sein, so dass alle die anderen Texte verstehen können. Daher gab es mehrere Überarbeitungsrunden, bis die Texte standen. Die meisten Schülerinnen und Schüler haben lieber von vorne herein eigene Texte produziert.

Die Schülerinnen und Schüler erstellten zu fünf ihrer herausgesuchten Orte auch gesprochene Texte. Hierzu nutzten die Schülerinnen und Schüler die Audiorekorder der digitalen Pinnwände oder andere Audioprogramme. Die Sprechdateien wurden anschließend in die Stecknadeln eingefügt. Hier zahlte sich aus, dass die Schülerinnen und Schüler in der 7. Klasse schon ein Projekt mit Präsentationen im Englischunterricht gemacht hatten. Ansonsten muss man das Präsentieren auf Englisch sicherlich noch mal vorher üben.

Abschließend haben die Schülerinnen und Schüler noch einen Link zu der Webseite der Örtlichkeit ergänzt. Dadurch wurde automatisch ein Vorschaubild generiert.

Am Ende entstand eine bunte Landkarte der USA mit vielen interessanten Orten zum Entdecken.

Das Projekt ersetzte eine Klassenarbeit und dauerte ca. 12 Unterrichtsstunde. Den Bewertungsbogen habe ich selbst erstellt auf der Basis vorangegangener Projekte der letzten Jahre.

Man hätte es noch erweitern können, z.B. dass die Schülerinnen und Schüler gegenseitig ihre Pins kommentieren oder dass sie einige Orte vortragen. Das schafften wir aufgrund der Kürze des Halbjahres leider nicht.

Über Karsten Brill

Marie-Curie-Gymnasium Bönen, zuvor Gymnasium Essen-Werden

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